Let’s talk about

…du weißt schon was!

Sprechstunde an Karlsruher Schulen in allen Fragen der Partnerschaft und Sexualität für Jugendliche

Das Konzept Let’s talk about… findet Anerkennung: Im Mai 2012 verlieh die Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg der pro familia Karlsruhe dafür im Setting Kita / Schule den ersten Preis des „Großen Präventionspreis 2012“ . Das Projekt läuft erfolgreich an mittlerweile 12 Schulen. Im Juli 2015 kamen fünf weitere Schulen aus dem Stadtgebiet Karlsruhe hinzu. Finanziert wird das Projekt von der Stadt Karlsruhe.


Die Ziele des Projekts

  • Informationen, Begleitung und Unterstützung in allen Fragen der Partnerschaft und Sexualität für Jugendliche: Fragen rund um die erste Liebe, körperliche Entwicklung, Partnerschaft und Familienplanung. Verhütung ungewollter Schwangerschaften, Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten, Schutz vor sexueller Gewalt.
  • Den SchülerInnen sollen die Möglichkeiten einer selbstbestimmten Sexualität aufgezeigt werden. Das unterstützt sie dabei, Selbstvertrauen zu entwickeln und sich selbst zu schützen.
  • Nachhaltigkeit der Aufklärungsarbeit in den Schulklassen durch ein dauerhaftes und niedrigschwelliges Angebot.
  • Schwellenangst verringern: die Jugendlichen müssen nicht in die Beratungsstelle gehen, die Beratungsstelle kommt zu den Jugendlichen.

Das Beratungskonzept

  • Einmal monatlich bietet pro familia eine zweistündige sexualpädagogische Sprechstunde an. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an SchülerInnen ab der 7. Klasse. Jedoch werden SchülerInnen aus anderen Klassen nicht abgelehnt.
    • Aktuell ist das Projekt an 12 Schulen im Karlsruher Stadtgebiet.
  • Die Sprechstunde ist in den Schulalltag integriert, das heißt sie findet vor Ort, zeitnah und unkompliziert statt. Dabei steht für die Mädchen eine Beraterin und für die Jungen ein Berater zur Verfügung. In der Pause machen die BeraterInnen Werbung für die Sprechstunde, in dem sie Handzettel an die Jugendlichen verteilen und diese direkt ansprechen. Bei hohem Bedarf werden für die SchülerInnen Termine vergeben, sodass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt den Unterricht verlassen um in die Sprechstunde zu kommen. Jugendliche können einzeln oder in Gruppen in die Sprechstunde kommen. In der Sprechstunde erhalten die Jugendlichen einen Zettel mit der Uhrzeit der Sprechstunde und der Unterschrift der/der BeraterIn, diesen sie dann an den jeweiligen FachlehrerInnen weitergeben. Dies ermöglicht eine Transparenz zwischen BeraterInnen, SchülerInnen und LerherInnen
  • BeraterInnen sind ausschließlich pädagogische Fachkräfte. Möglichst haben die BeraterInnen eigene Migrationserfahrung und sprechen weitere Sprachen.
    • Aktuell haben wir 2männliche Berater und 2 weibliche Beraterinnen. Zwei BeraterInnen haben Migrationshintergrund und können die Jugendlichen bei Bedarf in Spanisch oder Portugiesisch beraten
  • Anonymität und Vertraulichkeit werden den Schülerinnen und Schülern zugesichert.
  • Bei Bedarf können die Jugendlichen direkt zur Gynäkologin oder anderen Kolleginnen und Kollegen des interdisziplinären Teams der pro familia vermittelt werden.

Noch Fragen?

Wir beantworten sie gerne!